Exkursionsreihe "Ortsbekenntnis - Bekenntnisorte" 5/6
Montag, 7. Dezember 2020

_ _ _ Mitte _ _ _
Schloss und Kreuz
Preußischer Protestantismus in Berlin

Teil 5 von insgesamt sechs Staffeln findet aufgrund der Pandemie ohne Publikum statt. Die Besuche vor Ort werden in Podcasts dokumentiert.

Wilhelm von Boddien, Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss e. V.
Im Gespräch mit Ludger Hagedorn, Permanent Fellow IWM/Wien

Etwa 250 Religionsgemeinschaften sind Teil des Berliner Stadtgefüges. Sie beteiligen sich aktiv an der Gestaltung des Zusammenlebens – nicht nur in religiöser, sondern auch in sozialer, politischer und stadtplanerischer Hinsicht. Die Exkursionsreihe "Ortsbekenntnis – Bekenntnisorte" (im Projekt "Stadt und Religion") erkundet, welchen Beitrag sie zum Miteinander im städtischen Raum leisten. Wie stellen Religionsgemeinschaften sich den Herausforderungen urbanen Zusammenlebens? Wie entwickelt sich religiöse Identität gerade im Umfeld der Städte? Und welche Potentiale zur Weiterentwicklung der Stadtquartiere bieten sich?

Berlin galt einmal als atheistische Großstadt. Die Exkursionsreihe „Ortsbekenntnis – Bekenntnisorte“ macht die heutige religiöse Vielfalt im Stadtgefüge sichtbar. Menschen christlichen, muslimischen, jüdischen, hinduistischen und buddhistischen Glaubens, aber auch solche, die Spiritualität jenseits religiöser Institutionen praktizieren und viele andere Gläubige leben auf engstem Raum zusammen und arrangieren sich. Die Kontroverse, die die Inschrift an der Kuppel des wiedererbauten Berliner Schlosses jüngst ausgelöst hat, dreht sich um genau diese Toleranz, die für ein friedliches Miteinander nötig ist. Dort ist ein Satz von Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen, zu lesen: „Es ist kein ander Heil, es ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn der Name Jesu, zu Ehren des Vaters, daß im Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.“ Preußischer Protestantismus an so prominenter und staatstragender Stelle inmitten einer religiös vielfältigen Hauptstadt – wie geht das zusammen? Wilhelm von Boddien, der Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss, der für den Wiederaufbau mitverantwortlich ist, spricht über die politische und gesellschaftliche Bedeutung des Bauwerks für Berlin und Deutschland.

Programmflyer zum Download

Abb. Detail aus: Rehav Rubin, Image and Reality, Jerusalem 1999, S. 28
Grafikdesign Anja Matzker


Weitere Termine

9. November 2020: Zum Wohl der Menschen und der Welt. Das buddhistische Zentrum Shinnyo-En Berlin
23. November 2020: Nothilfe für Überlebenskünstler. Suppenküche der Franziskaner


Ein Projekt der Nationalen
Stadtentwicklungspolitik.
Gefördert durch das 
Bundesministerium des
Innern, für Bau und Heimat

Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren