»Scenerie und Naturobjekt«

Antarktisfotografien
von Hans-Christian Schink
und der Valdivia-Expedition 1898-99

 

A Origem des Espécies

Aus der Serie: Die Entstehung der Arten, 2011/12, Digitaldruck auf Arche-Bütten, © Jorge Molder

 

Ausstellungseröffnung

24. April 2012, 19 Uhr

Einführung

Matthias Flügge

Dauer der Ausstellung

25. April – 29. Juni 2012

Den Abschluss der Saison bildet eine Ausstellung mit fotografischen Arbeiten des portugiesischen Künstlers Jorge Molder, die erstmals in Berlin einem breiteren Publikum vorgestellt werden.

Jorge Molder, geb. 1947, lebt in Lissabon und zählt zu den international renommierten Künstlern seines Landes. Er hat an den Biennalen von São Paulo (1994) und Venedig (1999) teilgenommen und war mit seinen Fototableaus an vielen internationalen Ausstellungen beteiligt. Im Dezember 2010 bekam Molder in Lissabon den bedeutenden portugiesischen Kunstpreis EDP/Arte 2010 verliehen.

Jorge Molders wichtigstes Thema ist die absurde Metaphysik des menschlichen Alltags. Zumeist exemplifiziert er sie am eigenen Bild. Doch sind diese Bilder keine ‚Selbstbildnisse' im geläufigen Sinne, vielmehr scheint der Künstler sich selbst als ein Fremder gegenüberzutreten, indem er sich – als Fotografierter und Fotografierender zugleich – vor der Kamera inszeniert und ein Repertoire an Gesten, Verkleidungen und Verstellungen aufführt, das auf vielfältige kunsthistorische, kulturelle, philosophische und naturwissenschaftliche Erfahrungen Bezug nimmt.

Jorge Molder beschreibt seine Arbeitsweise so: „Ich habe mich fortwährend als Subjekt benutzt, aber irgendwie gelang es mir durch diese merkwürdige Art der Selbstdarstellung einen Charakter zu entdecken, der nicht ganz mir selbst entspricht. Trotzdem kann es niemand anderes als ich selbst sein." Jorge Molder hat Philosophie studiert, sein fotografisches Denken ist bei aller Raffinesse der Ausführung nicht auf technische Momente fixiert sondern auf ein bildnerisches Denken in essentiellen Formen zwischen Fotografie, Film und Malerei.

Seine neueste Serie Die Entstehung der Arten – A Origem das Espécies (2011/12), die der Ausstellung den Titel gab und hier erstmals ausgestellt wird, kann als ein Resümee früherer Werke verstanden werden. Vor dem schwarzen Quadrat, der Inkunabel der Moderne, taucht die Gestalt des Künstlers mehr oder weniger schemenhaft auf, die Ambivalenz von Erscheinung und Verschwinden gibt ein Bild der Dualität von Erinnerung und Vergessen – verstanden als ein philosophischer Aspekt der Evolution.

Die zweite gezeigte Serie, Pinocchio (2006-2009), besteht aus 27 schwarz-weißen Fotografien, die die klassische Figur als maskiertes Selbstbild erscheinen lassen. Molder interpretiert das puppenhafte Wesen als eine Art Harlekin von unausweichlicher Präsenz, der – wie etwa auf Watteaus berühmtem Gemälde – den Betrachter in eine Reflexion des eigenen Lebens verwickelt. Darüber hinaus werden in der Ausstellung die Filme Der Lauf der Zeit – Linha do Tempo (2000) und Vasistas (2005) zu sehen sein.

Anlässlich der Ausstellung, die freundlicherweise von der  Portugiesischen Botschaft und dem  Instituto Camões unterstützt wurde, erscheint die Publikation JORGE MOLDER. Die Entstehung der Arten – A Origem das Espécies.

 Presseinformation mit Bildauswahl und Künstlerinformationen (923 KB)

 

Bildauswahl

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Die Entstehung der Arten – A Origem das Espécies, 2011/12
Serie von 18 Digitaldrucken auf Arches Bütten, 640g, 96 x 96 cm © Jorge Molder

 

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Pinocchio, 2006-09
Serie von 27 Digitaldrucken auf Arches Bütten, 640g, 96 x 96 cm © Jorge Molder

 

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Der Lauf der Zeit – Linha do Tempo, 2000 | Filmstill  © Jorge Molder

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Vasistas, 2005 | Filmstilll © Jorge Molder

 

Die Verwendung der Abbildungen ist nur im Rahmen der Berichterstattung zur Ausstellung JORGE MOLDER in der Guardini Galerie, mit Angabe des ©-Nachweises gestattet.

 


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