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Vernissage | Christopher Lehmpfuhl | Nachbarschaften Berlin

Vernissage

Christopher Lehmpfuhl | Nachbarschaften Berlin

Eine Kooperation der Galerie Kornfeld Berlin mit der Guardini Stiftung e. V.

Die Ausstellung „Nachbarschaften Berlin“, der Galerie Kornfeld in Kooperation mit der Guardini Stiftung e. V. organisiert, vereint neue Gemälde und Aquarelle von Christopher Lehmpfuhl, die eines gemeinsam haben: Sie sind in Berlin entstanden, gemalt vor dem jeweiligen Objekt. Bekanntes und Unbekanntes gleichermaßen entdeckend streifte Christopher Lehmpfuhl durch seine Heimatstadt, die ihm seit seinen Anfängen als Künstler ein schier unerschöpfliches Reservoir an Motiven bietet.

Früh fiel die Entscheidung, die sichtbare Welt in gegenständlichen Bildern festzuhalten. Dies tut er nicht in der behaglichen Wärme des Ateliers, sondern geht nach draußen und malt dort vor Ort, bei Wind, Wetter, Sonne, Regen, Hitze oder Kälte. Als Student an der HDK Berlin (heute UDK, Universität der Künste) bei Professor Klaus Fußmann, dessen Meisterschüler er wenig später werden sollte, nahm er sein Fahrrad mit einer Holzkiste auf dem Gepäckträger, in dem kleine Leinwandfetzen sowie Pinsel und Ölfarben lagen, und radelte durch die Stadt. Wenn ihm etwas in die Augen sprang, das ihm malenswert erschien, hielt er an, packte seine Malutensilien aus der Kiste und hielt fest, was er sah. So eroberte er sich malend seine Stadt.

Seine Bilder kamen an. Aus dem Fahrrad wurde ein Lieferwagen, aus den Leinwandfetzen wurden immer größere Leinwände. Aus dem Maler in Berlin wurde der Maler aus Berlin, der in die Welt hinauszog und als reisender Künstler in Nord- und Süddeutschland, in der
Schweiz, in Italien, Lappland und Island, in Georgien, China oder Australien und auch in den USA gemalt hat. Seiner Heimatstadt Berlin aber ist er bis heute treu. Die Stadt ist seine Basis, hier wohnt er, hier hat er sein Atelier, hier entdeckt er neue Ecken, die er zuvor noch nie gemalt hat, oder entlockt schon oft gemalten Orten und Plätzen neue Facetten.

Die Ölfarbe trägt er heute nicht mehr mit dem Pinsel, sondern mit den bloßen Händen auf. Er hat seinen unverwechselbaren Stil gefunden, ganz so wie er es 1998 in einem Beitrag im Berliner Tagesspiegel scherzhaft prophezeite, als er mit einem Augenzwinkern bemerkte: „Irgendwann soll man einen Lehmpfuhl auf hundert Meter Entfernung erkennen können.“ Seine unverwechselbaren Ölgemälde bilden bis heute die Basis seines Schaffens. Ergänzt werden sie durch eine Vielzahl künstlerischer Techniken, die sich der stets neugierige Künstler aneignet. Radierungen, Monotypien, Glasbilder und Skulpturen hat er geschaffen. Vor allem aber aquarelliert er seit ein paar Jahren wieder viel und regelmäßig.

Diese Ausstellung konzentriert sich auf Ölgemälde und Aquarelle, die zeigen, was ihm malend und aquarellierend in Berlin aufgefallen ist: Gebäude in der Stadt, Straßenzüge, Parks, die Seen. In einer Vielzahl großer und kleiner Einzelbilder, Diptychen und sogar in einem Triptychon entfaltet die Ausstellung ein vielfältiges Panorama der Stadt Berlin.

Christopher Lehmpfuhl (*1972, Berlin), Meisterschüler von Klaus Fußmann an der Hochschule der Künste in Berlin, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter ein Stipendium der Bayerischen Akademie der Bildenden Künste und den GASAG Kunstpreis Berlin. Seine Kunstwerke werden in Museen und Galerien im In- und Ausland ausgestellt, unter anderem im Museum Würth in Künzelsau und La Rioja in Spanien, im Rosenhang Museum in Weilburg oder im Schleswig Holsteinischen Landesmuseum Schloss Gottorf in Schleswig.

Die Ausstellung läuft vom 14. September bis 12. Oktober 2023.
Geöffnet
montags bis freitags von 13:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 11:00 bis 16:00 Uhr
Geschlossen am 3. Oktober 2023

Pressemitteilung zum Download

Titelbild: Christopher Lehmpfuhl, Mittagslicht am Anhalter Bahnhof, 2023, Öl auf Leinwand

13. September 2023
18:00 Uhr

Guardini Galerie
Askanischer Platz 4
10963 Berlin