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Über die Vorhöfe. Zu Romano Guardini, „Form und Sinn der Landschaft in den Dichtungen Hölderlins“

Veranstaltungsreihe zum 100. Jubiläum der ersten Vorlesung Romano Guardinis in Berlin

Über die Vorhöfe. Zu Romano Guardini, „Form und Sinn der Landschaft in den Dichtungen Hölderlins“

Vortrag von Dr. Norbert Hummelt
Moderation: Prof. Dr. Michael Braun

1939 musste Romano Guardini seinen Berliner Lehrstuhl für christliche Weltanschauung wegen Unvereinbarkeit mit dem NS-Regime aufgeben. Im selben Jahr veröffentlichte er ein umfassendes und tiefgründiges Buch über Hölderlins „Weltbild und Frömmigkeit“. Die Beschäftigung mit diesem Dichter war ihm wichtig und er nahm sie auch während des Krieges wieder auf, nachdem er sich 1943 nach Mooshausen zurückgezogen hatte, wo er bei seinem Jugendfreund, dem Pfarrer Josef Weiger, wohnte.

Im Juli 1944 sprach Guardini auf Einladung der Hölderlin-Gesellschaft in Stuttgart. Diese Gesellschaft war erst ein Jahr zuvor gegründet worden, wohlwollend unterstützt von der nationalsozialistischen Kulturpolitik, die den lang verkannten und vergessenen Dichter für ihre Zwecke instrumentalisierte. Wie konnte Guardini unter diesen Umständen vor ein Publikum treten und „Form und Sinn der Landschaft in den Dichtungen Hölderlins“ betrachten? Wie positionierte er sich damit, und was erfahren wir heute aus diesem Vortrag – über Hölderlin, über Guardini, über die Zeit, über uns?

Der Lyriker Norbert Hummelt, selbst ein lebenslanger Leser Hölderlins, geht diesen Fragen in seinem Vortrag nach.

Eintritt frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, hilft uns aber, zu planen:

Grafikdesign Anja Matzker

12. September 2023
19:00 Uhr

Guardini Stiftung
Askanischer Platz 4
10963 Berlin