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Guardini-Tag 2020 | Die Macht – Versuch einer Wegweisung

30. Januar bis 1. Februar 2020

Guardini-Tag 2020

zur Debatte | 1/2021 | Guardini-Tag „Die Macht“

Romano Guardini veröffentlichte 1951 unter dem Titel „Die Macht – Versuch einer Wegweisung“ eine Denkschrift, die auffällig viele Bezüge zu unserer Gegenwart aufweist – in Europa und weltweit.

Bisher für stabil gehaltene soziale Systeme scheinen plötzlich zu erodieren. Autokraten bemächtigen sich immer häufiger offener Zivilgesellschaften. Aber auch die Mächtigen fühlen sich zunehmend vereinnahmt von ihrer eigenen Machtfülle.

„Die Familie verliert ihre gliedernde und ordnende Funktion“, resümiert Romano Guardini, „die neuen Städte gleichen einander immer mehr, ob sie nun in Europa oder in China, in Nordamerika, Russland oder Südamerika entstehen.“ Von dieser Nivellierung ausgehend bildet sich ein neuer Typus Mensch heraus, „der aus dem Augenblick lebt, einen beängstigenden Charakter beliebiger Vertretbarkeit bekommt und dem Zugriff der Macht bereitsteht.“

Die Rückbesinnung auf die transzendente Dimension kann eine Wegweisung sein. Die Beziehung zu Gott öffnet dem Menschen einen Freiraum, der ihn vor dem Zugriff der Macht wappnen kann. Romano Guardini bleibt in der Kritik an den Verhältnissen nicht stehen. Es geht ihm um die Aufgabe, die Macht so einzuordnen, dass der Mensch in ihrem Gebrauch als Mensch bestehen kann und nicht restlos Machtmechanismen ausgesetzt ist oder ihnen gar verfällt.

2020 veranstalten die Katholische Akademie in Bayern und die Guardini Stiftung erstmalig gemeinsam den Guardini-Tag.

Veranstaltungsort: Katholische Akademie in Bayern, Mandlstr. 23, 80802 München | Tel.: 089/38 10 20 | E-Mail: 

Anmeldung: Auf der Website der Katholischen Akademie in Bayern oder mithilfe des Anmeldebogens im Flyer | Anmeldeschluss: 22. Januar 2020
Hinweis: Unterkunft und Verpflegung am Veranstaltungsort können mit der Anmeldung zur Tagung gebucht werden.

Flyer (mit Anmeldebogen) zum Download

30. Januar 2020
0:00 Uhr