Ökumenische Vespern

Heilige Schriften und zeitgenössiche Musik | Liturgische Werkstatt

In Kooperation mit der Stiftung St. Matthäus richtet das Guardini Kolleg jedes Jahr eine Reihe Ökumenischer Vespern aus, die Vesperbräuche beider Konfessionen vereinen. Die Ökumenischen Vespern beziehen sich vornehmlich auf den Psalter als eine der wesentlichen Inspirationsquellen der Liturgie. Sowohl die Predigt als auch die musikalische Umrahmung der einzelnen Vespern sind ausgewählten Psalmen gewidmet, welche die thematische Vorlage für die Einheit von Besinnung, Gebet und Klang bieten. In einigen Feiern werden Uraufführungen präsentiert. Es handelt sich dabei um Kompositionsaufträge, die unter der Regie des Fachbeirats Musik der Guardini Stiftung an vorwiegend junge Komponistinnen und Komponisten vergeben werden. Zeitgenössische Musik ist aber auch in jenen Vespern zu hören, für die es keine eigenen Kompositionsaufträge gibt.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind die Herausforderungen im Rahmen der Ökumene zahlreicher geworden: Anwachsende religiöse Vielfalt auf der einen Seite und die Säkularisierung auf der anderen Seite erfordern auch neue Gottesdienstformate. Deshalb konzentriert sich ab 2018 eine zu diesem Zweck gegründete Arbeitsgemeinschaft auf die Weiterentwicklung des Versperformats im Guardinischen Sinne. Noch stärker als zuvor soll das Kunstwerk in den Mittelpunkt der Liturgie gerückt werden und so einen konfessionsübergreifenden, womöglich auch interreligiösen Dialog ermöglichen.

Die Ökumenischen Vespern werden gefördert vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken

Ökumenische Vespern – Guardini Stiftung e.V.

Beiträge

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Jahrestagung und Vernissage | Sky & Heaven

Anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Guardini Galerie am Askanischen Platz wird die Jahrestagung am 11. September 2020 mit der Vernissage der Jubiläumsausstellung „Sky & Heaven. Der Himmel über Berlin“ gefeiert.

Ökumenische Vespern – Guardini Stiftung e.V.

Ökumenische Vesper und Festakt | 15 Jahre Guardini Professur

Seit dem Wintersemester 2019/20 ist die Guardini Professur Teil des neuen Katholischen Institutes der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu feiern gibt es außerdem das 15-jährige Bestehen der Professur an der Theologischen Fakultät.

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Ökumenische Vesper zur Jahrestagung 2019 | Ansprache

Pfarrer Hannes Langbein predigte über das Hohelied Salomos, die Mehrdeutigkeit der Sprache der Liebenden, die Sehnsucht nach klaren Ansagen und die Bedeutung der Kunst in schwierigen Zeiten.

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Rückblick | Jahrestagung 2019

Zur Jahrestagung 2019 der Guardini Stiftung hielt der Leibniz-Preisträger Thomas Bauer einen Festvortrag in der Akademie der Künste am Hanseatenweg über „Religion und Kunst im Zeitalter der Vereindeutigung“.

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Jahrestagung der Guardini Stiftung 2019

Die Jahrestagung der Guardini Stiftung steht 2019 ganz im Zeichen der Ambiguitätstoleranz. Diesen Begriff hat der diesjährige Festredner Thomas Bauer geprägt, der über „Religion und Kunst im Zeitalter der Vereindeutigung“ sprecchen wird.

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Rückblick | Vernissage der Ausstellung „transformare“

Die Ausstellung transformare versammelt fotografische Arbeiten von Norman Behrendt, Johanna Diehl, Andréas Lang, Anton Roland Laub, Wilhelm Mundt, Loredana Nemes, Andreas Rost und Wenke Seemann, die aus unterschiedlichsten Perspektiven das Verhältnis von Religion und Gotteshäusern zur urbanen Gesellschaft reflektieren.

Uraufführungen

Jedes Jahr vergibt die Guardini Stiftung unter der Regie des Fachbeirats Musik einen oder mehrere Kompositionsaufträge, vornehmlich an junge Komponistinnen und Komponisten. Uraufführungen sind die Höhepunkte dieser Gottesdienstereihe, die die traditionelle konfessionsübergreifende Liturgie der Vesper mit zeitgenössischer Musik verbindet.

Grundlage einer jeden Komposition ist der jeweils im Zentrum jeder Feier stehende Psalm, der von den Komponistinnen und Komponisten musikalisch interpretiert wird. Dies schließt eine Vertonung des vorgegebenen Psalms ein sowie ein oder mehrere "freie Stücke", wobei die Gesamtzahl der Ausführenden aus Gründen der Wiederaufführbarkeit begrenzt ist.

In der Vorführung und Erprobung der Möglichkeiten zeitgenössischer Musik im Gottesdienst wird auch auf die aktive Teilnahme der Gemeinde geachtet. Deren Beteiligung, etwa mittels Wechselgesang, Rezitativ oder Antiphon, ist Vorgabe für jede Auftragskomposition.

Besonderes Augenmerk gilt bei allen Feiern dem Dialog von Komposition und liturgischer Gestaltung. Predigt und Fürbitten werden nicht nur auf den vorliegenden Psalm, sondern auch mit den entstehenden Auftragswerken abgestimmt, sodass die Feiern thematisch und stilistisch eine Einheit bilden, um dem Anspruch gerecht zu werden, mit zeitgenössischer Musik auf hohem Niveau den Gottesdienst konfessionsübergreifend lebendig zu gestalten.

Eine Auflistung aller Uraufführungen im Rahmen der Ökumenischen Vespern finden Sie hier.

Komponist*innen sind zur Bewerbung aufgerufen. Weitere Informationen: