Abschlusstagung | 6. April 2021 | 18:15 bis 19:45 Uhr

8 Tore – 8 Chiffren zu Urbanität und Religion

Projekt "Stadt und Religion"

Die Tagung wird live per Zoom übertragen. Alle Panels werden im Nachgang der Liveübertragung als Podcasts zur Verfügung gestellt.

Urbanität und Religiosität stehen in einem engen Spannungs- und Wechselverhältnis. Gegen die Hypothese von einer stetig um sich greifenden Säkularisierung sind es heute gerade Städte, die neue Formen der Religiosität hervorbringen. Allerdings stellen die diversen Formen urbanen Lebens für alle Religionsgemeinschaften eine große Herausforderung dar. Welche Rolle wird Religion in den Städten der Zukunft noch oder wieder spielen? Was wird durch die religiöse Fundierung für das Zusammenleben in den Städten gewonnen? Wo verlaufen Konfliktlinien zur säkularisierten Gesellschaft oder zwischen den Religionen? Diesen Fragen widmet sich das Projekt „Stadt und Religion“ der Berliner Guardini Stiftung.

Die Abschlusskonferenz des Projekts orientiert sich an einem steinernen Leitfaden: In thematischen Debatten umrundet sie die Heilige Stadt Jerusalem, deren 8 Stadttore jeweils paradigmatisch für einen zentralen Aspekt im Spannungsverhältnis von Stadt und Religion stehen.

PANEL I - DAS JAFFATOR: RELIGION UND MODERNER LIFESTYLE
Mit: Pfrin. Theresa Brückner (Evangelischer Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg) und P. Max Cappabianca OP (KSG Hl. Edith Stein, Berlin)
Das Jaffator (auch Davidstor) ist die Verbindung Jerusalems mit der Welt. Es ist der Ort, an dem Besucher, vom ältesten Hafen der Welt in Jaffa kommend, in Jerusalem anlangten. Das Tor markiert den Ort, an dem über Jahrhunderte auch die Pilger die Heilige Stadt Jerusalem erreichten. Als Chiffre für den Hafen und das pulsierende Leben des heutigen Tel Aviv klingt die Frage nach Religion und modernem Lifestyle an. Das Tor steht sinnbildlich für die Annäherung an die Stadt und die Begegnung mit dem Neuen, insbesondere auch den neuen Formen von Urbanität und Religion.

Podcast zum Download

PANEL II - DAS NEUE TOR: ERNEUERUNG UND ENTTÄUSCHUNG
Mit: Christiane Florin (Deutschlandfunk) und Michael Rutz (Guardini Stiftung)
Das Neue Tor, das historisch jüngste der Stadttore, wurde 1889 errichtet, um einen leichteren Zugang vom christlichen Viertel der Altstadt zu den neuen Wohngebieten vor den Stadtmauern zu ermöglichen. Es ist ein Stadttor, reduziert auf seine wichtigste Funktion, Verkehr und Austausch zu ermöglichen. Als nachträglich eingefügtes Tor steht es für den Bruch des Neuen mit der Geschichte. Im Zusammenhang von Urbanität und Religion symbolisiert es die Auseinandersetzung mit den neuen Formen urbaner Religiosität. Die Geschichte der Religionen ist eine Geschichte fortwährender Erneuerungen und Reformationen. Was sind die Hoffnungen, die gegenwärtige urbane Neuaufbrüche in der Religion tragen? Welchen Enttäuschungen leisten sie Vorschub?

Podcast zum Download

Anmeldung unter info@guardini.de erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Zoom-Zugangsdaten werden Ihnen mit der Anmeldebestätigung zugeschickt.

Programmflyer zum Download

Pressemitteilung zur Abschlusstagung zum Download

Abb.: Detail aus: Rehav Rubein, Image and Reality. Jerusalem in Maps and Views, Jerusalem 1999, S. 28, Tafel 8 | Grafikdesign Anja Matzker


Ein Projekt der Nationalen
Stadtentwicklung des
Bundes. Gefördert durch das
Bundesministerium des
Innern, für Bau und Heimat

Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren