Veranstaltungen

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020

Aufgrund der Coronapandemie befindet sich die Humboldt-Universität derzeit im Präsenznotbetrieb. Alle Lehrveranstaltungen finden ausschließlich in digitaler Form via Zoom statt. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Vorlesung: DAS ICH UND DAS ANDERE. EINE RÜCKBESINNUNG AUF EINE ANDERE SUBJEKTPHILOSOPHIE

Prof. Dr. Ugo Perone
Dienstag 16-18 Uhr

Durch eine Darlegung der unterschiedlichen philosophischen Perspektiven zum Thema Subjektivität – u. a. der Begriff Ego bei Descartes und Kierkegaard, das Individuum bei Locke, die Person in den unterschiedlichen Formen des Personalismus (z. B. Marcel), das Primat eines Du und die Figur des Anderen bei Buber und Levinas –, beabsichtigt der Kurs zu einer erneuerten Definition des Subjekts zu gelangen. Hinterfragt werden außerdem die theologischen Folgen der jeweiligen Definition: Welches Bild Gottes wird dadurch ermöglicht und welche Beziehung zwischen Gott und Menschen?

Seminar: DAS WESEN DES CHRISTENTUMS

Prof. Dr. Ugo Perone 
Mittwoch, 14-16 Uhr

Ausgehend von dem gleichnamigen Werk Ludwig Feuerbachs (Das Wesen des Christentums, 1841) werden grundlegende Texte und Autoren – u. a. von Harnack, Troeltsch, Guardini, Perone – zu dieser Thematik im Seminar gelesen und diskutiert. 

Seminar: AUF DER SUCHE NACH ERLÖSUNG – JÜDISCH-CHRISTLICHES DENKEN UND EXISTENTIELLES SCHREIBEN BEI EDITH STEIN, SIMONE WEIL UND ETTY HILLESUM

Dr. Silvia Richter
Montag, 18-18 Uhr

Für alle drei der genannten Denkerinnen stellte das Schreiben einen Akt des Widerstands und der existentiellen Suche dar – nicht nur der Suche nach Gott und einem Sinn im Leben, sondern auch der Suche nach sich selbst. Für alle drei endete diese Suche tragisch: Edith Stein und Etty Hillesum wurden in der Shoah ermordet, Simone Weil verstarb nur 34jährig im englischen Exil. Dennoch ist das intellektuelle Vermächtnis aller drei Denkerinnen bis heute von ungebrochener Aktualität.

Im Seminar lesen wir Auszüge aus den zentralen Schriften der Autorinnen und analysieren diese in vergleichender Perspektive. Hierbei stehen vor allem Aspekte der philosophischen, anthropologischen und theologischen Rezeption, aber auch literarische und politische Bezüge im Vordergrund. Zudem wird jeweils einführend eine kurze biographische und werkgeschichtliche Kontextualisierung gegeben, so dass das Seminar auch ohne einschlägige Vorkenntnisse besucht werden kann.

INTERNATIONALE SUMMER SCHOOL
CHRISTLICHE WURZELN EUROPAS? ROM ALS IDEE

Als der Religionsphilosoph und Theologe Romano Guardini 1962 in Brüssel den Erasmuspreis entgegennahm, lautete der bekenntnishafte Titel seiner Festrede "Warum ich Europäer bin". Guardini fand sich abseits nationaler Identität im geistigen Raum Europa beheimatet und schöpfte aus dieser Überzeugung Inspiration für sein Werk. In Kooperation mit der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin nimmt dies die Guardini Stiftung zum Anlass, in einer Reihe von Summer Schools nach dem christlichen Europa und dessen Zukunftsperspektiven zu fragen. Die erste Summer School wird vom 22. bis zum 31. August 2019 in Rom stattfinden, an jenem Ort, der in verschiedenen historischen Zusammenhängen als das christliche Zentrum Europas betrachtet wurde und wird. Zur Bewerbung eingeladen sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (Doktorandinnen und Doktoranden, Post-Docs, Masterstudierende am Ende ihres Studiums) aus allen einschlägigen Disziplinen.

Hier finden Sie den Call for Papers. Bewerbungsfrist abgelaufen.

Hier finden Sie den Veranstaltungsrückblick.

Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren