Veranstaltungen

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2021

Aufgrund der Coronapandemie finden alle Lehrveranstaltungen ausschließlich in digitaler Form via Zoom statt. Nähere Informationen zu den Coronaregelungen finden Sie hier.

Vorlesung: VERZÖGERUNG UND FÜLLE DER ZEIT. PHILOSOPHIE UND RELIGION ANGESICHTS DES THEMAS ZEIT

Prof. Dr. Ugo Perone
Dienstag 16–18 Uhr

Sowohl Philosophie als auch Theologie scheinen durch das Thema Zeit oft in Frage gestellt zu werden. Dies geschieht jedoch auf sehr unterschiedliche Weise: In der Philosophie geht es in erster Linie darum, die Endlichkeit der Zeit zu untersuchen (daher die Aufmerksamkeit auf die Ausdehnung der Zeit und die vorherrschende Haltung der Verzögerung), in der Theologie hingegen tritt besonders das Thema des günstigen Zeitpunkts, des Kairos, sowie der Fülle der Zeit in den Fokus. Der Kurs wird diese Unterschiede anhand verschiedener Modelle der Philosophie und Theologie veranschaulichen und vergleichen.

Seminar: PHILOSOPHISCHE INTERPRETATION VON DOSTOJEWSKI

Prof. Dr. Ugo Perone 
Mittwoch, 14–16 Uhr

Das Werk F. M. Dostojewskis (1821-1881) war Gegenstand der Analyse vieler Philosophen und Theologen, wie z. B. Chestov, Soloviev, Berdjaev, de Lubac, Guardini, Pareyson, Givone, u. a. Das Seminar will im Lichte dieser Interpretationen die philosophische Bedeutung des Werkes Dostojewskis bewerten und dabei zugleich die produktive Wechselbeziehung zwischen Literatur und Philosophie hinterfragen und neu diskutieren.

Eine gewisse Vorkenntnis zu Dostojewskis Werk ist erwünscht und wird im Seminar vorausgesetzt.

Seminar: ABRAHAMITISCHE BEGEGNUNGEN HEUTE: DIALOG, POLEMIK UND INTERTEXTUALITÄT ZWISCHEN ISLAM, CHRISTENTUM UND JUDENTUM

Dr. Silvia Richter gemeinsam mit Prof. Dr. Karma Ben Johanan (Institut Kirche und Judentum an der Theologischen Fakultät) und Dr. Ayse Almila Akca (Berliner Institut für Islamische Theologie)
Montag, 14–16 Uhr

Das Verhältnis zwischen Judentum, Islam und Christentum verändert sich ständig. Politische Veränderungen, Immigration, kulturelle und soziologische Transformationen stellen diese Beziehung vor neue Herausforderungen und führen sie in neue Richtungen. Der Kurs, eine Kooperation zwischen den Instituten für Katholische Theologie und Islamische Theologie mit dem Lehrstuhl für Jüdisch-Christliche Beziehungen der Theologischen Fakultät, untersucht, wie die drei Religionen und die mit ihnen verbundenen Gemeinschaften auf diese neuen Herausforderungen reagieren, Wege zur Schaffung innovativer, neuer Kommunikationsmöglichkeiten finden und ihre Einstellungen zueinander reformieren.

Der Kurs wird in englischer Sprache abgehalten. Er ist als Fortsetzung des Kurses "Abrahamische Begegnungen" des Wintersemesters 2020/21 konzipiert, neue Studierende sind jedoch willkommen. Das Curriculum wird auf Gastvorträgen von Wissenschaftler*innen aus Berlin und dem Ausland sowie auf studentischen Präsentationen basieren. Die meisten Gastvorträge werden in englischer Sprache gehalten, begleitet von deutschen Abstracts. Von Zeit zu Zeit können die Vorträge auch in deutscher Sprache gehalten werden.

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2020/21

Aufgrund der Coronapandemie finden alle Lehrveranstaltungen ausschließlich in digitaler Form via Zoom statt. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Vorlesung: DAS PRINZIP ANGST

Prof. Dr. Ugo Perone
Dienstag 16–18 Uhr

Die Philosophie hat sich mehrfach mit dem Phänomen der Angst beschäftigt: als politisch-gesellschaftliches Prinzip (Hobbes), als existentielles Konstitutiv (Kierkegaard, Heidegger), als Ursprung der Religion (unter anderem Nietzsche).

Die Vorlesung beabsichtigt, die unterschiedlichen philosophischen Auffassungen zu untersuchen und in ihren verschiedenen Facetten zu beleuchten. Sie zielt dabei auf eine Definition der Angst, die diese als menschliches Gefühl anerkennt, ohne ihr jedoch die Macht eines allein gültigen und alles bestimmenden Prinzips zuzugestehen.

Seminar: CELAN UND DIE PHILOSOPHIE

Prof. Dr. Ugo Perone 
Mittwoch, 14–16 Uhr

Paul Celan (1920-1970), dessen Hundertsten Geburtstag wir in diesem Jahr feiern, hat sich sowohl in seiner Dichtung als auch in seinen Vorträgen und poetologischen Texten auf Philosophen bezogen und auch den persönlichen Kontakt zu ihnen gesucht. Hierzu zählt u. a. sein berühmtes Todtnauberger Treffen 1967 mit Martin Heidegger.

Das Seminar beabsichtigt, Celans Beziehung zu wichtigen Autoren wie z.B. Buber, Adorno, Heidegger, Benjamin zu untersuchen sowie die philosophische Rezeption seiner Poesie (u. a. durch Derrida, Gadamer, Levinas) zu analysieren. Sowohl das Bild des Menschen bei Celan als auch sein Verständnis der Bedeutung der Kunst gewinnen dadurch neue Konturen und in ihrer Komplexität an aktueller Brisanz.

Seminar: ABRAHAMITISCHE BEGEGNUNGEN. INTERDISZIPLINÄRE PERSPEKTIVEN AUF DIE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN ISLAM, CHRISTENTUM UND JUDENTUM

Dr. Silvia Richter gemeinsam mit Prof. Dr. Karma Ben Johanan (Institut Kirche und Judentum an der Theologischen Fakultät) und Dr. Ayse Almila Akca (Berliner Institut für Islamische Theologie)
Montag, 14–16 Uhr

Unsere Zeit ist durch ein Netz von Verbindungen zwischen den drei monotheistischen Religionen gekennzeichnet, da Muslim*innen, Jüd*innen und Christ*innen ihren Platz in der sich ständig verändernden globalen Umwelt neu aushandeln. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass theologische, philosophische, politische und soziale Begegnungen während der gesamten Entwicklung der abrahamitischen Traditionen ein Bestandteil ihrer Entstehung und Entwicklung waren. Der Kurs, eine Kooperation zwischen den Instituten für Katholische Theologie und Islamische Theologie mit dem Lehrstuhl für jüdisch-christliche Beziehungen, wird die Beziehung zwischen den drei Religionen aus einer interdisziplinären Perspektive untersuchen. Die Analyse der sich wandelnden Begegnungen – sowohl in ihren positiven als auch negativen Momenten, von der Spätantike bis heute – kann uns viel über jede Tradition im Einzelnen lehren und uns Ansätze zu einer Genealogie der Gegenwart liefern, die für ein besseres Verständnis unserer Gesellschaften im Allgemeinen wertvoll sein kann.

Der Lehrplan setzt sich zusammen aus Gastvorträgen von Wissenschaftler*innen aus Berlin und dem Ausland sowie Präsentationen der Studierenden. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt und die meisten Gastvorträge werden auf Englisch (mit deutschen Abstracts) gehalten; einige Vorträge ggf. auch in deutscher Sprache.

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