30. November 2005 bis 27. Januar 2006

Ausstellung | Ohne Beginn, ohne Ende – Wolfram Adalbert Scheffler

"Ohne Beginn – ohne Ende" ist der Titel einer Zeichnung von Wolfram Adalbert Scheffler, den man als Leitmotiv seiner Arbeit verstehen kann. Schefflers Werk der vergangenen Jahre ist eine einzige, fortwährende Reflexion über Zeit und Raum, über das Künstlerische und über sich selbst.

In ungezählten Zeichnungen auf einzelnen Papieren oder in Büchern hat Scheffler Protokolle dieser Reflexion gezeichnet, Blätter, die eine Spanne zwischen tastendem Suchen und höchst bestimmtem Eindringen in die Materialität des Papiers ausschreiten. Zeichnen ist für diesen Künstler eine unmittelbare Lebensäußerung, eine ausschließlich emotionale, sinnliche Mitteilung seiner selbst, die aus einer Position der Stille, Zurückgezogenheit und vor allem der Verlangsamung äußerer Lebensrhythmen gegeben wird. Jedes dieser Blätter ist Teil eines Vorgangs, weshalb Scheffler sie oftmals zu Gruppen ordnet. Trotzdem sind die Zeichnungen wie auch die gemalten Bilder keine selbstreflexiven Exerzitien – man könnte vielmehr sagen, dass ihr Autor fernab jeder Illustration mit ihnen eine Verbindung zu Literatur, Philosophie und Mythologie herstellt. 

Abb. und Teaser: 2003, Zeichnung, Schwarzkreide/Papier, 70 x 100 cm 

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