Veranstaltungen

Call for Papers!
SUMMER SCHOOL: CHRISTLICHE WURZELN EUROPAS? ROM ALS IDEE

Rom, 22. bis 31. August 2019

Als der Religionsphilosoph und Theologe Romano Guardini 1962 in Brüssel den Erasmuspreis entgegennahm, lautete der bekenntnishafte Titel seiner Festrede "Warum ich Europäer bin". Guardini fand sich abseits nationaler Identität im geistigen Raum Europa beheimatet und schöpfte aus dieser Überzeugung Inspiration für sein Werk. In Kooperation mit der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin nimmt dies die Guardini Stiftung zum Anlass, in einer Reihe von Summer Schools nach dem christlichen Europa und dessen Zukunftsperspektiven zu fragen. Die erste Summer School wird vom 22. bis zum 31. August 2019 in Rom stattfinden, an jenem Ort, der in verschiedenen historischen Zusammenhängen als das christliche Zentrum Europas betrachtet wurde und wird. Zur Bewerbung eingeladen sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (Doktorandinnen und Doktoranden, Post-Docs, Masterstudierende am Ende ihres Studiums) aus allen einschlägigen Disziplinen.

Hier finden Sie den Call for Papers.

Internationle Ringvorlesung
RELIGION IN URBANEN LEBENSWELTEN

6. Mai 2019
Persia, Islam and Iran – Places of worship

Kamran Diba (Paris/Malaga)
18:30 Uhr, Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin

7. Mai 2019
Mashad - A city of 25 million pilgrims

Workshop mit Kamran Diba (Paris/Malaga), Christa Georg-Zöller (Berlin), Samar Saremi (Montreal), Farzad Akhavan (Berlin) und Silvia Richter (Berlin)
14.15-18.30 Uhr, Theologische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Burgstr. 26, 10178 Berlin, Hörsaal 013

20. Mai 2019
Die Entstehung einer "urbanen Spiritualität": Einsichten aus Studien in Deutschland und der Schweiz

Irene Becci (Lausanne)
18:30 Uhr, Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin

3. Juni 2019
Jenseits von Eden: Stadt und Land in der biblischen Urgeschichte

Daniel Krochmalnik (Potsdam)
18:30 Uhr, Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin

17. Juni 2019
Die Stadt in der monastischen Tradition: Jenseits der "fuga mundi"

Teresa Forcades (Barcelona)
18:30 Uhr, Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2019

Vorlesung: UTOPIE - ZWISCHEN RADIKALER IMMANENZ UND ESCHATOLOGISCHER CHIFFRE

Prof. Dr. Ugo Perone
Dienstag 16-18 Uhr, Theologische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Burgstr. 26, 10178 Berlin, Hörsaal 013

Das, womit sich die Philosophie beschäftigt, ist vielleicht im Grunde ortlos. Ist es also eine Utopie? Und ist sie das im Sinne einer rationalen Transkription des Eschatons oder als eine Radikalisierung der Immanenz?

Die Vorlesung möchte dieser theoretischen Fragestellung nachgehen, unter Rückbezug auf explizite theologische Bezüge, und möchte dabei ein weites philosophiegeschichtliches Spektrum präsentieren: von Platon bis zu den neueren Entwicklungen der Utopie-Thematik bei Ernst Bloch. Darüber hinaus werden auch die berühmten Abhandlungen über den Begriff der Utopia von Thomas Moore in der Zeit der Renaissance im Fokus stehen, aber auch Denker wie Tommaso Campanella und Francis Bacon sollen berücksichtigt werden, ohne dabei die Varianten Kants zu dieser Thematik, u.a. in Bezug auf sein Reich der Zwecke, außer Acht zu lassen.

Seminar: "LES PENSÉES" VON BLAISE PASCAL. EINE MODERNE APOLOGIE DES CHRISTENTUMS

Prof. Dr. Ugo Perone 
Mittwoch, 16-18 Uhr, Theologische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Burgstr. 26, 10178 Berlin, Raum 117

Der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal (1623-1662) ist stark von den Motiven Descartes’ einer sich selbstbegründeten philosophischen Vernunft beeinflusst und dabei gleichzeitig unzufrieden über die daraus resultierenden religiösen Konsequenzen einer solchen Reduktion. Im Zuge dessen erarbeitet Pascal eine komplexe und vielschichtige Apologie des Christentums, die, obwohl in einer fragmentarischen Form, nichtsdestotrotz eine bewusste Alternative zu Descartes darstellt sowie einen Vorschlag für einen modernen Weg zur Religion, der auch für uns heute nichts von seiner philosophischen und theologischen Relevanz verloren hat.

Übung: STADT UND RELGION - EINE INTERDISZIPLINÄRE ANNÄHERUNG

Dr. Silvia Richter
Montag, 18-20 Uhr, Theologische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Burgstr. 26, 10178 Berlin, Hörsaal 013

Schon in weniger als einer Generation werden 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Die daraus resultierende Nähe einer Vielzahl von unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen wird neue Anforderungen an die Gesellschaft herantragen, die auch Konsequenzen für die Religionen haben werden. Das Seminar versucht, vor diesem Hintergrund einen Querschnitt der Vielgestaltigkeit des sozialen und religiösen Lebens in den Städten in historischer und aktueller Perspektive aufzuzeigen, jeweils verbunden mit Architektur und Stadtplanung.

Die Veranstaltung ist begleitend konzipiert zur Ringvorlesung "Religion in urbanen Lebenswelten".

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