Urbanität und Religion

Nach dem Abschluss des DEKALOG-Projekts im Jahr 2017 wird sich die Guardini Stiftung dem großen Thema Religion und Metropole zuwenden. Das Spannungsfeld von Glauben - in den unterschiedlichsten Ausprägungen - und globaler Stadtgesellschaft stellt eine der vielleicht entscheidenden Herausforderungen unserer Zeit dar. Zur Realisierung dieses neuen Vorhabens hat sich das Präsidium der Stiftung mit Beschluss vom 4. April 2016 für das Format 8TORE entschieden, das leitmotivisch unsere Auseinandersetzung mit dem Thema Urbanität und Religion prägen wird.

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Urbanität und Religion

Die Bedeutung der Religion für das Leben in den Städten wächst. Diese Feststellung dürfte inzwischen unstrittig sein, immer mehr gilt sie nicht nur für die Mega-Cities Lateinamerikas oder Asiens, sondern auch für europäische Metropolen. Faktoren wie Migration, darin die weltweiten Flüchtlingsströme einbezogen, demographischer Wandel, Verstädterung, ökonomische Krisen sind mitbestimmend für diese Entwicklung, können sie aber nicht allein erklären. Entgegen der insbesondere für Europa scheinbar unumstößlichen Hypothese einer stetig um sich greifenden Säkularisierung sind es heute gerade die Städte und Metropolen, die neue Formen der Religiosität hervorbringen. In Deutschland haben dies auch die Kirchen erkannt, die sich mehr denn je um Stärkung ihrer Präsenz in den großen Stadtzentren bemühen. 

Allerdings stellen die diversen Formen urbanen Lebens für die Kirchen auch eine große Herausforderung dar. Das Engagement in den Städten – Verkündigung der christlichen Botschaft, Vermittlung von Werten, Einfluss auf das gesellschaftliche Leben – bestimmt sich nicht allein durch pastorales Handeln und eine dezidiert urbane Pastoral (was eine wesentliche Aufgabe ist und bleibt) oder  durch das beachtliche Engagement für Schulen und Sozialarbeit. Entscheidend ist vielmehr auch die aus christlicher Perspektive definierte Beschäftigung mit dem, was eine Stadt ausmacht bzw. ausmachen sollte.

Wie stellen wir uns das Leben in den Städten des 21. Jahrhunderts vor? Welchen gesellschaftlichen Herausforderungen müssen wir begegnen, und welche Rolle wird die Religion in den globalisierten Metropolen spielen? Was kann durch religiöse Fundierung (und vielleicht nur durch diese) für das Leben in den Städten gewonnen werden? Wo liegen mögliche Konfliktlinien? Diesen drängenden Fragen will sich die Guardini Stiftung an einem paradigmatischen Ort wie Berlin stellen. Sie tut dies mit ihrer seit Jahren gewachsenen Struktur: dem Guardini-Lehrstuhl an der Humboldt-Universität und den engagierten Gremien-Mitgliedern in den Fachbeiräten (Bildende Kunst, Literatur, Politik und Wirtschaft, Musik, Transdisziplinäre Wissenschaften sowie  Film und neue Medien), die ihre Erfahrungen aus den Universitäten, aus Politik, Wirtschaft und Kultur mit in die Stiftung einbringen und umgekehrt durch ihre Vermittlung die Anliegen der Stiftung multiplizieren und weit in die Gesellschaft tragen.

Inhaltlich setzt das neue Programm in verdichteter Weise fort, was mit der Orientierung am Dreieck von Glaube, Kunst und Wissenschaft seit jeher die Arbeit (und symbolhaft das Erscheinungsbild) der Guardini Stiftung prägt. Es stellt sich noch ausdrücklicher den neuen gesellschaftlichen Herausforderungen und ermisst die Bedeutung von Religion für heutige Metropolen beispielhaft an einem Ort wie Berlin. Noch vor wenigen Jahren galt Berlin in der Religionssoziologie als eine Art „Welthauptstadt des Atheismus“. Dies trifft jedoch immer weniger die Lebensrealität der heutigen Stadt, deren vielfältiges religiöses Leben auch von etwa 250 verschiedenen Religionsgemeinschaften mitbestimmt wird.

Es sind die Zuwanderer und Migranten aus allen Teilen Deutschlands und der Welt, die ihre Glaubensüberzeugungen mit in die Stadt bringen, aber weit mehr als das: Es gibt auch grundlegende Mentalitätsveränderungen in einem Umfeld, das heute gern als „post-säkular“ beschrieben wird. Gerade die jungen, „hippen“ und gut gebildeten Menschen aus den Stadtkiezen zeigen sich aufgeschlossen gegenüber neuen (und alten) Formen religiösen Lebens. Sie feiern Gottesdienste im Programmkino oder im Szeneclub, und einige Veranstaltungen finden inzwischen solchen Zuspruch, dass sich binnen kürzester Zeit Nachahmer in anderen Bezirken der Stadt bilden. Diese neuen Bewegungen sind Ausdruck einer Tendenz, die Stadt grundsätzlich anders zu erleben: Sie soll „mehr“ sein als der vollkommene ästhetische Ausdruck der globalen Finanz- und Warenströme, „mehr“ als der Illusionszauber endloser Megacommunities, „mehr“ als eine Spiel- und Kampfzone von Ego-Shootern.

Das Projekt will dieses „Mehr“, das die Religion für die Stadt bedeuten könnte, in seinen zentralen Facetten beleuchten – symbolisch verdichtet in Anlehnung an die markantesten Orte einer Stadt, die als Stadt für die Religion steht wie keine andere. 
 

8 Tore in die Stadt:

8 Chiffren zum Dialog von Urbanität und Religion

Stadttore sind Orte der Begegnung und der Auseinandersetzung – Orte, an denen man aus der Stadt hinaus- und in die Stadt hereinzieht – Orte der Flucht und Aufnahme – Orte der Vertreibung – Orte, an denen sich die Stadt abgrenzt von der Umgebung. Stadttore markieren die Stelle, wo die Stadt zur Stadt wird – Orte, von denen aus man in alle Richtungen auseinandergeht und aus allen Richtungen auf die Stadt zugeht – Orte auch, wo auf faszinierende, ebenso wie auf bedrückende Weise die verschiedenen Religionen miteinander in Kontakt kommen.

Jerusalem, die himmlische Stadt – keine andere steht so für die Verbindung von Religion und Stadt. Keine andere steht so für die himmlischen Verheißungen der Religion wie auch für ihre irdischen Bedrängnisse. Keine andere Stadt dieser Welt steht sowohl historisch wie auch aktuell in solcher Weise für das Miteinander ebenso wie für das Gegeneinander der Religionen.

Unser Projekt orientiert sich sinnbildlich an den 8 Toren der Jerusalemer Altstadt. Es ist ein Projekt, das thematisch „in alle Richtungen“ blickt und dabei symbolisch die Stadt umläuft – die Stadt Jerusalem, die auch die Stadt schlechthin, „die Stadt als solche“, ist.  

Jedes der 8 Tore, jeder der 8 Orte lässt sich verstehen als eine Chiffre, d.h. eine paradigmatisch verkürzte Formel, für die zentralen Themen, die für den Dialog von Religion und Urbanität bestimmend sind.


 

1)   Jaffa-Tor (= „Davidstor“)

Topos:  Religion und moderner Lifestyle

Das Tor ist die Verbindung Jerusalems mit der Welt. Es ist der Ort, an den man vom alten Hafen in Jaffa herkommend (Jaffa ist Teil des heutigen Tel Aviv und gilt als der älteste Hafen der Welt) in Jerusalem anlangt. Es ist der Ort, an dem über Jahrhunderte auch die Pilger die Heilige Stadt Jerusalem erreichten.

Als Chiffre steht das Jaffa-Tor im Rahmen des Projekts sinnbildlich für die Begegnung mit der Stadt, für das Zugehen auf die Leit-Thematik von Religion und Urbanität. Es ist der Blick auf die Stadt aus der Ferne, der sich im Darauf-Zugehen über die Ausmaße des eigenen Zieles und die Dimensionen des Vorhabens vergewissert. Insbesondere steht das Tor hier für eine Annäherung an die skizzierten neuen (und alten) Formen von Religion in den Städten, die oft wenig mit traditionellen Vorstellungen zu tun haben. „Jaffa“ als Hinweis auf den Hafen und das pulsierende Leben des heutigen Tel Aviv eröffnet die Grundfrage nach Religion und modernem Lifestyle.

 

2)   Neues Tor

Topos: Tradition und Erneuerung

Das Neue Tor ist das historisch jüngste aller Stadttore, auch ist es im Vergleich zu den anderen eher unscheinbar. Es wurde erst 1889 errichtet, um einen leichteren Zugang vom christlichen Viertel der Altstadt zu den neuen Wohngebieten vor den Stadtmauern zu ermöglichen. Es ist ein Stadttor reduziert auf seine wichtigste Funktion, Verkehr und Austausch zu ermöglichen. Als nachträglich eingefügtes Tor steht es aber auch für den Bruch des Neuen mit der Geschichte.

Im Zusammenhang von Urbanität und Religion setzt das Projekt unter der Chiffre Neues Tor die Auseinandersetzung mit den neuen Formen urbaner Religiosität fort, die im Zugang auf das Jaffa-Tor eröffnet wurden. Es gilt, in allen beteiligten Disziplinen den Blick für Tradition und notwendige Veränderung zu schärfen und zu bestimmen, ob und wie Erneuerung als Hoffnung oder Enttäuschung erfahren werden kann.

 

3)   Damaskustor

Topos: Heilige Stadt für viele – Segen und Fluch religiöser Vielfalt

Das Damaskustor ist das größte und schönste Tor der Altstadt. Es führt sowohl in das christliche wie auch das muslimische Viertel. Das Tor gilt als einer der meist frequentierten und lebendigsten Orte der Stadt. Händler bieten in den Nischen ihre Waren an. An vielleicht keinem anderen Ort treffen auch die verschiedenen Gruppen und Religionen so unvermittelt aufeinander: orthodoxe Juden, Palästinenser, die Vertreter der verschiedenen christlichen Kirchen.

Im übertragenen Sinne steht die Chiffre Damaskustor für das faszinierende Gelingen wie auch für das gewalttätige Scheitern des Miteinanders der drei abrahamitischen Religionen in der für alle Gruppen heiligen Stadt Jersualem. Das Tor ist Inbegriff für die Heiligkeit dieser Stadt, die von allen geteilt wird. Geteilte Heiligkeit – gibt es eine Toleranz, die aus der Religion selbst erwächst und mehr ist als bloße Indifferenz?

 

4)   Herodestor („Tor der Wächterin“, „Blumentor“)

Topos: Religion und säkulare Moderne

Die Bezeichnung stammt von christlichen Pilgern aus dem Mittelalter, die in der Nähe des Tores das Haus von Herodes vermuteten, auch wenn es dafür keine historischen Belege gibt. Die Bibel berichtet, dass Jesus von Pontius Pilatus zu geschickt wurde, weil er diesen hinsichtlich der Gerichtsbarkeit für zuständig hielt. Herodes „freute“ sich, so der biblische Bericht, weil er von Jesus ein Wunder erwartete. Als Jesus ihm nicht antwortete, trieb er Spott mit ihm und schickte ihn zurück zu Pilatus. Als Herrscher befand sich Herodes in einem Dauerkonflikt mit den gläubigen Juden. Schon Johannes der Täufer soll ihm öffentlich seinen doppelten Ehebruch vorgehalten haben, woraufhin er hingerichtet wurde.

Herodes verkörpert, wie auch Pilatus, die weltliche Obrigkeit, die der Religion mit Unverständnis begegnet. Als Chiffre steht das Herodestor für diese immer wiederkehrende Spannung.  Es ist schon ein biblischer Konflikt, dessen wahre Dimension sich aber vielleicht erst in unserem „säkularen Zeitalter“ entfaltet, das der Religion überhaupt nur noch eine Nische einräumen will oder sie mit dem Verdacht von Täuschung und Terrorismus belegt. Doch was bedeutet das in heutiger Zeit, in der das säkulare Weltbild selbst in Frage steht? Ist das, was in der modernen säkularen Welt übrigbleibt dann nur noch ein wasteland of sense and truth, wie es der keineswegs religiöse, aber christlich inspirierte Philosoph Jean-Luc Nancy formulierte?

 

5)   Tor der Stämme (= „Löwentor“)

Topos: Melting Pot, Segregation, Koexistenz – Stadt und ethnische Differenz

Das „Tor der Stämme“ ist auch bekannt als Löwentor. Diesen Namen erhielt es wegen zweier Pantherreliefs, die auf der Außenseite der Mauer angebracht sind und fälschlicherweise für Löwen gehalten wurden. Wie bei den meisten Jerusalemer Stadttoren ist aber seine Geschichte mit so vielen Geschichten verknüpft,  dass es im Laufe der Zeit und von den verschiedenen Religionen mit einer Reihe von Namen belegt wurde: Benjaminstor, Jerichotor, Marientor, Stephanstor. Auf Hebräisch gilt es traditionell als das „Tor der Stämme“, weil es allen Stämmen Israels als Zugang in die Stadt diente.

Die Stämme entstammten unterschiedlichen Siedlungsgebieten und waren ethnisch verschieden. Ein Gefühl der Zusammengehörigkeit entwickelten sie erst durch und im gemeinsamen Glauben. Die Chiffre Tor der Stämme steht stellvertretend für das religiöse Miteinander verschiedener Völker und Ethnien in den modernen Metropolen. Hat Religion (oder: haben Religionen) auch heute noch das Potential, die friedfertige Koexistenz und die Gemeinsamkeit der verschiedenen Völker zu ermöglichen?


6)   Tor des Erbarmens (= „Goldenes Tor“)

Topos: Stadt als soziale Aufgabe

Das Goldene Tor liegt im östlichen Teil der Jerusalemer Stadtmauer und ist das einzige, das direkt auf den Tempelberg führt. Nach jüdischer Überlieferung stieg die göttliche Gegenwart durch dieses Tor, aus östlicher Richtung kommend, auf den Tempelberg empor. Es heißt deshalb hebräisch das „Tor des Erbarmens“. Ebenso soll am Ende aller Tage der jüdische Messias hier in die Stadt einziehen. Für das Christentum ist das Tor der Ort, an dem Christus als Messias in die Stadt Jerusalem einzog. In der Kreuzfahrerzeit wurde deshalb das Tor eigens für die Prozession am Palmsonntag geöffnet.

Als Chiffre steht das Tor des Erbarmens für das Erbarmen Gottes mit den Menschen. Was in der Stadt ebenso verlangt wird, ist aber das Erbarmen der Menschen mit den Mitmenschen. Sinnbildlich verkörpert das Tor all die sozialen Aufgaben, die für das Gedeihen des Miteinanders in den Städten unerlässlich sind. 

 

7)   Dung-Tor („Misttor“)

Topos: Die Stadt und der Müll

Das „Misttor“ wird schon in der Bibel erwähnt (Neh. 3,14). Nehemiah war es, der als Statthalter von Juda dafür sorgte, dass die Stadtmauern Jerusalems wieder aufgebaut wurden. Schon zu dieser Zeit, aber auch noch bis in das 2. Jahrhundert hinein, diente das Tor dazu, Abfälle aus der Stadt hinauszuschaffen.

Im übertragenen Sinne steht die Chiffre Dungtor für all das, was die städtische Zivilisation an Problemen aufwirft. Jede Stadt droht an ihrem eigenen Dreck zu ersticken, und seit jeher war die Entsorgung von Müll und Exkrementen eine der dringendsten Notwendigkeiten jeder städtischen Siedlung. Daran hat sich bis heute nichts geändert, doch ist die Entsorgung unsichtbar in den Untergrund verbannt, wofür andere Probleme der Stadt umso deutlicher  in den Blick treten: Städte produzieren ihre eigenen Schattenzonen, no-go-areas, die sich jedem gesellschaftlichen Zugriff entziehen, sie begünstigen anonyme Gewalt, Tendenzen der Verwahrlosung und das Desperate als Folge der Erfahrung einer entzauberten Welt. Doch muss Urbanität an ihren Rändern zwangsläufig solche Formen der Verwahrlosung produzieren?

  

8)   Zions-Tor (-> Berg Zion)

Topos: Stadt und Verheißung

Wie kein anderes der Tore steht der Name für die Stadt Jerusalem als solche, ebenso wie für das Volk Israel und seinen Bund mit Jahwe. Zion ist eine Formel der Verheißung – sie versammelt im jüdischen Kontext all die Versprechungen der „noch kommenden Welt“ wie auch die Erwartung der Endzeit. Ganz ähnlich ist es auch noch im frühen Christentum. Im Namen des Tores konzentriert sich die Bedeutung Jerusalems als himmlische Stadt („Tochter Zion“).

Im weiteren Sinne umgreift das Zions-Tor also all das, was Religionen, insbesondere die abrahamitischen, an grundlegender Verheißung enthalten. Als Chiffre steht das Zions-Tor für das elementare Versprechen Gottes, das alle menschlichen Versprechen übersteigt, eine Chiffre für Vertrauen und Erwählung. Jerusalem, Tochter Zion, ist die Stadt, die wie keine andere für dieses Versprechen steht und wie keine andere alle widersprüchlichen Tendenzen in sich vereint. Wie aber geht das überhaupt zusammen – Stadt und Verheißung?

 

Das Projekt umrundet „topologisch“ die Stadt im Umlauf um die Stadttore, beginnend im Westen über die Nordseite in den Osten, von dort über die Südseite wieder zurück in den Westen.  Der systematische Fortgang beschreibt symbolisch auch einen Tag, der – in jüdischer Tradition am Abend beginnend – sich durch die Nacht zum morgendlichen Sonnenaufgang im Osten bewegt und dann dem Verlauf des Tages in den Abend folgt. 

Unser Vorhaben ist angelegt auf die Dauer von vier Jahren. In jedem Halbjahr repräsentiert eines der Tore symbolisch in einer Art Chiffre die jeweilige Agenda. Die an das Tor geknüpfte thematische Frage definiert die Arbeit der Fachbeiräte in Kunst, Literatur, Musik und Film für diesen Zeitraum. Die Formate, auf die während der Projektlaufzeit zurückgegriffen wird,  sind erprobt und haben sich in den vergangenen Jahren anlässlich der  DEKALOG-Reihe erfolgreich bewährt.

Das Projekt orientiert sich an den gut eingeführten Präsentationsformen von Ausstellung (Kunst und oder kulturhistorische Themenausstellungen etwa zu Stadtarchitekturen), Literatur und Lesungen, Musikaufführungen älterer und zeitgenössischer Kompositionen, Filmvorführungen einschließlich „reflexiver“ Begleitangebote.

Im Unterschied zum DEKALOG-Projekt wird eine flexiblere Abfolge der Konzeptelemente angestrebt, d.h. die Möglichkeit einer fallweise stärkeren Gewichtung einzelner Programmbestandteile. Außerdem sollen (in enger Zusammenarbeit mit der Guardini Professur) noch stärker diskursive Formate berücksichtigt werden. Insgesamt aber ist wiederum angestrebt, durch die Begegnung der verschiedenen Sphären, Ebenen und „Sprachhöhen“ in thematischer Verklammerung mit Weisheitsüberlieferungen wirksame und  nunmehr mit Blick auf Stadtentwicklungstrends bzw. gesellschaftlich-kulturelle Trends nachhaltige, produktive Wahrnehmungsformen zu fördern.

© Guardini Stiftung Berlin / Ludger Hagedorn

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