DEKALOG – EIN ASSOZIATIONSRAUM VII

Ausstellungseröffnung: 29. April 2016, 19 Uhr

Es spricht Matthias Flügge

Ausstellungsdauer: 30. April – 16. Juli 2016

 

Die siebte Ausstellung zum DEKALOG setzt sich in Form eines weiteren Ausstellungsessays mit dem Siebten Gebot auseinander:

Du sollst nicht stehlen.

Vordergründig spricht es von der widerrechtlichen Aneignung fremden Eigentums. Aber das ist nur die oberflächliche Lesart. „Du sollst nicht stehlen“ ist neben dem Verbot des Tötens wohl das aktuellste der Gebote in der heutigen Zeit, deren Reichtum Weniger und deren Krise aller Anderen gleichermaßen Folgen des Vergehens gegen das Gebot sind. Wir erleben gerade die Resultate: Datenklau, Urheberrechtsvergehen, Raubbau an den Ökosystemen, Insidergeschäfte an der Börse, das internationale Mafiasystem u.a. sind letztlich institutionalisierte und hypertrophierte Formen des ordinären Taschendiebstahls. Man kann das Stehlen als Agens und Movens des gegenwärtigen postdemokratischen Finanzkapitalismus verstehen.

Die siebte DEKALOG-Ausstellung: ein Assoziationsraum über Besitz und Verlust.

Gezeigt werden unter anderem Arbeiten von Shay Aloni, Erik Balling, Francis Ford Coppola, Honoré Daumier, Étienne-Jules Marey, Lucien Freud, Muammar al-Gaddafi, Matthias Hoch,  Godfrey Reggio, Rembrandt, Ai Weiwei, Ammar Younis.

Presseinformation (43 KB)

Ausstellungsansichten / Pressebilder:


Theodor Rosenhauer, Speckseite mit Brot, 1949
Öl auf Leinwand, Städtische Galerie Dresden, Kunstsammlung


Armin T. Wegner, Austreibung des armenischen Volkes in die Wüste,

1915-17, Reprints aus: Lichtbildervortrag, 1919



Honoré Daumier, Ascension de Jésus-Christ, D’après le Tableau original de M. Brrdhkmann,

Lithographie,1840 und Europe, Que diable y a-t-il qui lui coupe l’appetit? Lithographie, aus: Charivari, 31. Januar 1868, Privatbesitz


Matthias Hoch, Silver Tower #13, 2010 und Silver Tower #9, 2009,
C-Print auf Dibond, Courtesy Galerie Jochen Hempel, Leipzig/Berlin



Ammar Younis, Halimah Muhammad Sulayman (1928) and her son Hasan, ´Ara, 2011 und Zuhriyya Muhammad Dawoud Younes (1927), ´Ara, 2011, S-W-Fotografie


Lucien Freud, Wanted, 2001, Plakat

Ein Ausstellungsprojekt von Eugen Blume, Matthias Flügge, Frizzi Krella und Mark Lammert
 

Ein Projekt der Guardini Stiftung und der Stiftung St. Matthäus anlässlich des Reformationsjubiläums 2017

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

 

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