20. Februar 2019 | 19:00 Uhr

Guardini Salon 
... gibt zu denken.

„Cogito ergo sum!“ – „Ich denke, also bin ich!“ – ruft Descartes aus, nachdem er beschlossen hat, mit dem Denken noch einmal ganz von vorn zu beginnen. Descartes vollzieht seine Meditationen über die erste Philosophie mit sich allein hinter verschlossenen Türen: der Philosoph als Solipsist, als Steppenwolf, als Klausner. Aber funktioniert das so? Heißt Denken immer, sich nach innen zurückzuziehen und das Außen auszuschließen? Gibt es wahre Religion nur in Klöstern, abgeschieden von der Welt? Und schreibt ein Dichter wirklich die besten Geschichten in der Einsamkeit seiner Dachkammer?

Der Theologe und Religionsphilosoph Romano Guardini hat – ganz im Sinne der Weltanschauung seines Jahrhunderts – ein dialogisches Denken kultiviert. Denken, das hieß für ihn offen sein für die Welt, für das, was von außen hereinkommt, für fremde Gedanken, Worte und Werke. Das Denken im Dialog folgt einer strengen Gabenlogik: Der eine gibt dem anderen seine zu Worten gewordenen Gedanken, der andere nimmt diese auf, transformiert sie und gibt im Gegenzug.

Wir, das Team der Guardini Stiftung, laden Sie ein, mit uns nach Herzenslust im Dialog zu denken. Am 20. Februar 2019 findet deshalb das erste Mal der Guardini Salon in unserer Galerie am Askanischen Platz statt. Zu Gast sind die Schriftstellerin und Kulturjournalistin Juliane Liebert aus Berlin, der Benediktinermönch Pater Nikodemus Schnabel aus Jerusalem und der Philosoph Ugo Perone aus Turin, derzeitiger Inhaber des Guardini Lehrstuhls. Gemeinsam mit unseren drei Gästen werden wir darüber sprechen, was es heißt, heutzutage als Schriftstellerin sein Geld zu verdienen, als Philosoph auf die Gegenwart zu blicken und als Mönch in einer Welt zu leben, in der Religion zunehmend als überflüssig und bedrohlich empfunden wird. Begleitet wird der Abend von Barbara Klaus-Cosca am Akkordeon.  

Wann? 20. Feburar 2019 | 19:00 Uhr
Wo? Guardini Galerie, Askanischer Platz 4, 10963 Berlin
Wer? Zu Gast: Juliane Liebert, Ugo Perone, Pater Nikodemus Schnabel | Akkordeon: Barbara Klaus-Cosca | Moderation: Patricia Löwe

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